{"id":158,"date":"2019-08-03T02:01:32","date_gmt":"2019-08-03T00:01:32","guid":{"rendered":"https:\/\/sw3d.wmhdesign.de\/?p=158"},"modified":"2019-08-15T21:10:09","modified_gmt":"2019-08-15T19:10:09","slug":"zesty-nimble-am-tt-sapphire-s-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wmh3d.de\/en\/2019\/08\/03\/zesty-nimble-am-tt-sapphire-s-teil-1\/","title":{"rendered":"Zesty Nimble (am TT Sapphire S) Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Heute m\u00f6chte ich Euch den Zesty Nimble vorstellen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190803_011334x-1024x689.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-170\" width=\"400\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190803_011334x-1024x689.png 1024w, https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190803_011334x-300x202.png 300w, https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190803_011334x-768x517.png 768w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Zuerst m\u00f6chte ich erl\u00e4utern welche Idee hinter dem Nimble von Zestytech steckt. Wie wir alle wissen gibt es 2 Arten von Extrudern. Die sicher verbreitetste Technik sind die Bowden Extruder, die das Filament vom Extruder selbst durch einen Bowdenschlauch zum Hotend transportieren. Die Alternative sind DirectExtruder bei denen der Extruder samt Motor direkt am Hotend verbaut ist.<br>Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Beim Bowdensystem liegt der Nachteil darin, dass das Filament im inneren des Bowdenschlauchs gestaucht wird, bzw. sich in leichte B\u00f6gen legt. Da der Bowdenschlauch nicht exakt der Dicke des Filament entsprechen darf um meist vorhanden Toleranzen bei der Durchmesserstabilit\u00e4t des Filament auszugleichen und nicht zu verstopfen. Diese Stauchung beeinflusst unseren Retract. Wenn der Extruder das Filament zur\u00fcckzieht, wird es nicht direkt aus der Spitze der D\u00fcse zur\u00fcckgezogen, sondern es muss zuerst die Stauchung innerhalb des Schlauches beseitigt werden. Diese Ausgleichsl\u00e4nge muss auf die eigentliche Retractl\u00e4nge aufgeschlagen werden. Leider ist es nun mal so, dass ein Filament nicht wie das andere ist. (Durchmesser, Flexibilit\u00e4t, usw.) Also ist dieser Aufschlag auch vom Filament abh\u00e4ngig. Weiterhin kommt die L\u00e4nge des Bowdenschlauchs zum tragen. Insbesondere bei gr\u00f6\u00dferen Druckern mit entsprechend langen Bowdensystemen kann dies in sehr hohen Retract-L\u00e4ngen resultieren. Somit ergibt sich das Problem, das wir nicht die eine perfekte Retractl\u00e4nge einstellen k\u00f6nnen, sondern theoretisch je nach Filament anpassen m\u00fcssen. Der n\u00e4chste Nachteil eines Bowdensystems ist, dass sich Flex-Filamente, je nach Ihrer Flexibilit\u00e4t, schwer bis gar nicht verarbeiten lassen.<br>Der Vorteil bei Bowden-System ist, dass der Extruder vom Druckkopf getrennt ist. Dadurch wird, im Gegensatz zum Direct-Extruder massiv Gewicht am Druckkopf eingespart.<\/p>\n\n\n\n<p>Womit wir auch beim gr\u00f6\u00dften Nachteil des Direct-Extruders sind, dem Gewicht. Durch den Fakt dass zum eigentlichen Aufbau des Druckkopfs (Hotend, L\u00fcfter, usw.) auch noch der Extruder samt passendem Motor kommt, wird er eben sehr schwer. Durch das hohe Gewicht muss meistens auch die Geschwindigkeit stark reduziert werden, da Hotends mit Direct-Extruder auf Grund der Massentr\u00e4gheit zum Nachschwingen und damit zum Ghosting neigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da kommt der Zesty nimble ins Spiel.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190815_210633-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-216\" srcset=\"https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190815_210633-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190815_210633-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190815_210633-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190815_210633-830x623.jpg 830w, https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190815_210633-230x173.jpg 230w, https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190815_210633-350x263.jpg 350w, https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190815_210633-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Idee hinter dem nimble ist, die Vorteile der beiden oben genannten Systeme zu vereinen und dabei gleichzeitig Ihre jeweiligen Nachteile auszumerzen.<br>Dies wird versucht, indem zwar der eigentliche Extruder, in sehr kleiner leichter Bauweise mit gerade einmal 26 Gramm Gewicht, direkt am Hotend sitzt. Der eigentliche Antrieb, also der Motor, aber weiterhin am Rahmen des Druckers befestigt wird. Die Kraft\u00fcbertragung vom Motor zum Extruder wird dabei \u00fcber eine Flexible Welle gel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/sw3d.wmhdesign.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190716_121649-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-160\" srcset=\"https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190716_121649-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190716_121649-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Lieferumfang des Zesty nimble<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie oben auf dem Bild zu erkennen ist besteht der Lieferumfang des nimble aus der flexiblen Welle, dem Extruder selbst, der in Einzelteilen, die aber schnell und unkompliziert montiert sind, geliefert wird, einer kleinen Tube Fett f\u00fcr die Lager, einer Halterung f\u00fcr den Motor und die Welle und einem Adapterst\u00fcck um die Flexwelle am Motor zu befestigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Umbau kann der Motor des Extruder weiter verwendet werden, Zesty empfiehlt hier einen Motor mit 1,8 grad Schrittweite. <br>Dies liegt daran, dass der Motor wenig Kraft ben\u00f6tigt, aber schnelle Bewegungen erfordert. <br>Warum wenig Kraft, aber schnelle Umdrehungen? Dies hat mit dem zu tun, was viele als Gegenargument zum nimble ins Feld f\u00fchren wenn Sie den Aufbau des nimble sehen. Die Flexwelle ist letztendlich ein Stahlkabel welches durch einen Schlauch gef\u00fchrt wird. Wenn nun die Kraft des Motors auf dem Extruder \u00fcbertragen wird, wirken nat\u00fcrlich Torsionskr\u00e4fte auf das Kabel. Zesty sagt, dass den innere Aufbau des Kabels die Kr\u00e4fte extrem gut weiter gibt ohne sich stark in sich selbst zu verdrehen. Vollst\u00e4ndig vermeiden l\u00e4sst sich dies aber nicht, da das Kabel dadurch zu steif werden w\u00fcrde f\u00fcr unsere Anwendung. Also hat sich Zesty \u00fcberlegt und getestet wie dieser Torsionskraftverlust optimal ausgeglichen wird und sind bei der L\u00f6sung angekommen eine 1 zu 32 \u00dcbersetzung im inneren des Extruders zu verwenden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/sw3d.wmhdesign.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190803_011309-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-161\" srcset=\"https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190803_011309-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.wmh3d.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_20190803_011309-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Motor mit Verbindung zur Flexwelle<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Durch diese hohe \u00dcbersetzung wird der Torsionskraftverlust nahezu vollst\u00e4ndig ausgeglichen aber der Motor muss entsprechend mehr Umdrehungen machen um das Filament zu transportieren. Bei meinem Aufbau sind dies aktuell um die 2700 Schritte bei 16 Microstepps. Daf\u00fcr komme ich nun mit 1,2mm Retract bei 32mm\/s Retract-Geschwindigkeit aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Ende Teil 1<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute m\u00f6chte ich Euch den Zesty Nimble vorstellen. 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